Page & Plant, Live am 23.11.98 in der Münchner Olympiahalle
(ausverkauft)

Heute war es also soweit. Robert Plant & Jimmy Page Live in Concert.
Angefangen hats um 20.15 Uhr (15 Minuten zu spät) mit einer Vorgruppe mit dem
schönen Namen "Transglobal Underground".
Es lohnt sich nicht über diese Gruppe grossartig zu berichten, es waren
25 Minuten (erstaunlich lang für eine Vorgruppe) irgendwas in der Richtung
indisch-lateinamerikanische Rasta-Klänge. Kam auch nicht an bei den Leuten.

Dann, nach 45 (!) Minuten Umbaupause und nerviger Pausenmusik gings Licht aus
und Bruder Plant und Bruder Page bevölkerten in schwarzen Anzügen die Bhne :)
Ziemlich genau 2 Stunden ging die Post ab. Musikalisch gesehen sehr wenig vom
neuen Album "Clarksdale", dafür grosszügig was aus dem grossen
"Led Zeppelin"-Topf. Die alten Zep-Nummern kamen logischerweise auch besser an
wie das neue Zeugs, das zwar auch nicht schlecht ist, aber bei weitem nicht an
die alten Zep-Songs hinkommt.

Plant sah eigentlich immer noch so aus wie vor gut 20 Jahren, Page dagegen
könnte heute locker als Vertreter bei der Hamburg-Mannheimer arbeiten :)
Positiv aufgefallen ist mir auch noch der Drummer (Michael Lee), der 2 Stunden
lang zeigte, das er was auf dem Kasten hat.
Page war recht spendabel was Gitarren-Solos betraf, auch das "Song Remains The
Same" - Geigenbogen-Special präsentierte er. Und grad der Teil erinnerte mich
stark an das Led Zeppelin Konzert, das ich irgendwann Mitte der 70ger Jahre sah.
Plant, immer noch verdammt gut bei Stimme, sang locker jeden 98ger
Nachwuchsvocalisten an die Wand.

3 Zugaben gabs. "Whola lotta love" in einer grosszügigen 10-Minuten Version,
zuvor noch ein etwas langweiligeres Stück, welches mir persönlich nicht bekannt
war. Und den krönenden Abschluss brachte dann "Rock & Roll", den wiederrum ein
geniales Schlagzeugsolo beendete.
Und mit Standing Ovations verliessen zwei ältere und zwei jüngere Herren die
Bühne.

Alles in allem wars echt genial, abgesehen vom Klang der ersten beiden Nummern,
die mehr oder weniger im Soundbrei untergingen. Aber dann hats der Tontechniker
doch noch geschafft.
Die Eintrittspreise mit rund 70 DM waren meiner Meinung nach allerdings etwas
übertrieben. Ebenso die T-Shirt Preise zwischen 40 DM (Shirts) und 75 DM
(Sweats).

Ah ja, was noch wichtig sein dürfte: Das Durchschnittsalter der Besucher dürfte
bei gut 40 Jahren gelegen haben :-)
 

Bertl, http://www.club-chantal.com